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Geschichtszeichen komplett

049 | Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Geschichtszeichen
Unscheinbare und verborgene Geschichten erleben …
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Schon wieder reißt das schwere Kreuz Jesus zu Boden. Von einem Moment auf den anderen kann sich alles verändern. Doch wer nimmt sich dann die Zeit und zeigt Unterstützung?

Jesus kann nicht mehr, aus ihm spricht die pure Erschöpfung: Einen Soldaten hört man förmlich rufen: „Steh auf!“ Vielleicht empfi ndet einer von ihnen sogar Mitleid: „Es tut mir leid... aber ich muss...“ Muss er wirklich? Doch das alles, was um ihn herum passiert geht völlig an Jesus vorbei. Alles ist wie hinter einer Nebelwand, einem Nebel der Erschöpfung… alles ist egal, es soll einfach nur vorbei sein…


Eine Nachricht, eine Diagnose, ein Urteil… und plötzlich ist alles ganz anders. Die Welt verschwindet in einem dumpfen Nebel und es ist alles taub. Sie reden mir gut zu, aber ich höre es nicht… sie zeigen mir meine Möglichkeiten auf, aber ich sehe nichts… sie erklären mir irgendwelche Details, aber ich bekomme nichts mit…

es ist alles egal…


Ich würde ihm in dieser schweren Zeit ja so gerne beistehen... aber ich kann nicht. Was, wenn ich dann genauso in den Seilen hänge. Ich kann mir das gerade echt nicht erlauben. Ich muss funktionieren. Ich muss für MEINE Familie da sein... und die im Verein brauchen mich ja auch... also viel Zeit hab ich ja nicht... Ich muss...


Herr Jesus Christus,

du weißt, was es heißt, nicht mehr zu können.

Zeige mir einen Weg aus dem Nebel des Schmerzes.

Gib mir die richtigen Worte, die aufrichten.

Schenke mir den Mut, das Richtige zu tun.

Amen.


Das ist ja spannend...


Geschichte des Zeiler Kreuzwegs


1727 

Bau einer kleinen Maria-Hilf-Kapelle auf dem Kapellenberg; Aufstellen der Kopie eines Marienbildes von Lukas Cranach d.Ä. 


1864 

Aufrichten der Kreuzigungsgruppe neben der Kapelle


1879 

Anlegen des Kreuzweges durch den Käppeleswald


1880 

Aufbau der Kreuzwegstationen aus weißem Zeiler Sandstein; Reliefbilder des Bamberger Bildhauers

Philipp Dorsch (1851-1923); Einweihung durch den Kapuzinerpater Franz Paul Lachenmaier aus Würzburg


1897 

Einweihung des neu errichteten Zeiler Käppele


1917 

Stadtpfarrer Johannes Dümler berichtet von Verwitterungen an den Stationen.


1987 

Sanierung der Kreuzwegstationen: Die künstlerisch wertvollen Reliefplatten werden mit Acrylharz getränkt und ausgehärtet


2022 

Die Stationen im Wald sind teilweise schwer beschädigt. Der steile Weg ist ausgewaschen und schwierig zu begehen


2025 

Gesamtsanierung des Pilgerweges und der Kreuzwegstationen; die Steinmetzarbeiten führte Bildhauer

Stefan Böttcher aus Ziegelanger durch; moderne Impulse lieferte Pastoralreferentin Sandra Lohs


2026 

Neusegnung durch den Würzburger Bischof Dr. Franz Jung

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