057 | Helena mit dem Kreuz

Der Zeiler Kreuzweg ist einer der wenigen Kreuzwege mit 15 Stationen. Die heilige Helena
ist ein Symbol dafür, wie wichtig uns Menschen greifbare Erinnerungsstücke sind.
Hätte es die Auferstehung Jesu nicht
gegeben, wären er und sein Kreuz wohl in Vergessenheit geraten. Trotz Anfeindungen und Verfolgung der ersten Christen hat sich die Botschaft von Jesus Christus ausgebreitet. Der römische Kaiser Konstantin hat schließlich das Christentum aus dem Schatten der Verfolgung befreit und es zur Staatsreligion erhoben. Seine Mutter Helena, die sich schon vor ihm taufen ließ, hatte dabei wohl einen maßgeblichen Einfluss. Den Überlieferungen nach reiste sie nach Jerusalem und ließ dort nach dem Kreuz Jesu suchen. Sie hält es fest umschlungen, will sich mit ihm und damit auch mit Jesus verbunden fühlen. Sie weiß, welche Bedeutung es hat - für sie selbst, aber auch für die Christen auf der ganzen Welt.
Wir Menschen möchten Dinge gerne begreifen. Ein Souvenir aus dem Urlaub, ein T-Shirt nach einem Konzert oder ein Erbstück, das einem am Herzen liegt... Das alles soll dazu beitragen, die Erinnerungen möglichst lange lebendig zu halten. Solche Erinnerungsstücke können helfen, können Anker sein, um die Geschichten, die ich mit ihnen verbinde, hervorholen zu können. Aber es bleiben Dinge... Sie erzählen die Erinnerungen und Geschichten nicht von selbst. Das muss ich tun, damit sie überdauern können.
Herr Jesus Christus,
deine Botschaft, deine Geschichte hat schon Jahrhunderte überdauert.
Ich danke dir, für den Weg, den du gegangen bist.
Hilf mir, damit ich auch die Kreuzwege meines Lebens gehen kann.
Schenke mir den Mut, deine und meine Geschichte weiterzuerzählen.
Und gib mir immer wieder Momente im Leben, an die ich mich gerne zurückerinnere.
Amen.
Das ist ja spannend...
Eine Besonderheit des Zeiler Kreuzwegs
Die meisten Kreuzwege enden mit der 14. Station. Der Zeiler Kreuzweg bildet hier eine Ausnahme mit der 15. Station. Sie zeigt, dass die Geschichte des Kreuzes weiter geht. Der Legende nach soll die Kaisermutter Helena im Traum den Auftrag bekommen haben, nach Jerusalem zu reisen und das Kreuz zu suchen. Ihre Mitarbeiter fanden drei angeblich gut erhaltene Kreuze, die ein entsprechendes Alter hatten. Dabei soll eines dieser Kreuze der Ursprung mehrerer Heilungswunder gewesen sein, wodurch es als „das wahre Kreuz“ identifiziert wurde. Ob der Kreuzbalken, den Kaiserin Helena gefunden hat, nun tatsächlich der war, an dem Jesus gestorben ist, sei einmal dahingestellt. Aber die Suche nach etwas, das uns mit diesem Jesus verbindet, gibt es noch bis heute. Die Faszination, die Hoffnung, die seine Geschichte vermitteln, dass eben Leid und Tod nicht das letzte Wort haben, haben ihre Wirkkraft noch, gerade dann, wenn ich selbst einen persönlichen „Kreuzweg“ zu gehen habe.
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