051 | Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Die Reaktion der Soldaten zeigt, dass sich Jesus diese Schwäche nicht erlauben darf. Im Hamsterrad der modernen Gesellschaft kommt einem dieses Bild doch merkwürdig bekannt vor.
Jesus wird schon wieder von der Last des Kreuzes zu Boden gerissen. Er liegt da, wehrlos, erniedrigt, ganz tief am Boden. Nichts geht mehr. Er hat keine Kraft mehr. Mit seinem ganzen Körper sagt er ganz ohne Worte: Habt doch Erbarmen!
Aber die Soldaten zeigen sich gnadenlos: Aufstehen! Weiter! Weitermachen! Die Maschine muss
funktionieren, der Betrieb darf nicht stillstehen, der Rubel muss rollen… Wenn du nicht mithalten kannst, ständig fällst und den Betrieb aufhältst, dann bist du nicht tragbar für das Unternehmen. Wir dürfen uns keine Schwächen erlauben, die Konkurrenz schläft schließlich nicht.
Also, weitermachen!
Nichts geht mehr! Ich kann nicht mehr nur funktionieren. Ich fühle mich leer, ausgebrannt… mein Körper zieht die Reißleine. Ob man dafür Verständnis hat? Wie lange man sich das wohl mitansieht, bevor man Ersatz für mich sucht… und wenn dieser dann viel besser und belastbarer ist… dann bin ich meinen Job los… aber den brauche ich doch! Also weitermachen… auch wenn eigentlich nichts mehr geht…
Herr Jesus Christus,
du weißt, was es heißt unter einer Last zusammenzubrechen.
Lenke meinen Blick weg vom Profit hin zum Menschen.
Wecke in mir Verständnis für Schwächen.
Gib mir die Einsicht, die Signale meines Körpers ernstzunehmen.
Und stärke mich gerade in den ausweglosen Situationen.
Amen.
Das ist ja spannend...
Doppelmoral überdenken
Rücksichtslos gehen sie mit Jesus um. Sie machen vor nichts Halt, beuten ihn bis zuletzt aus. Sie drängen ihn weiterzugehen, obwohl eigentlich nichts mehr geht.
Das Gewissen, das ihnen sagt, dass das, was sie tun, unmenschlich und falsch ist, wird ausgeblendet. Weil der eigene Vorteil und das eigene Schicksal wichtiger sind. In dieser Art von Doppelmoral finden sich Millionen Menschen tagtäglich wieder. Schmutzige Geschäfte wie beispielsweise in der Kleiderindustrie werden von allen mitgetragen. Produktionsschäden sowohl bei Menschen als auch an der Natur werden geduldet.
Wie wäre es, statt nach immer Neuem zu drängen, mal innezuhalten und nachhaltigere Lösungen zu finden? Denn mein Handeln hat Konsequenzen. Und früher oder später werden sie auch mich treffen.
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