054 | Jesus stirbt am Kreuz

Der Kreuzweg ist nicht umsonst an einem Berg gelegen. Das Gefühl oben angekommen zu sein, lässt die Erfahrungen Jesu nochmal intensiver erlebbar werden.
Es ist vollbracht. Der Berg ist erklommen, die Qual hat ein Ende. Für Jesus eine Erleichterung. Er sieht den Himmel offen und kann seine Lebenslast in Gottes Hand
legen. Doch für seine Mutter und seine Freundinnen und Freunde, die ihn bis zum bitteren Ende begleitet haben, ist dieser Himmel weit weg: Sie trauern um den Sohn, den Freund, den Wegbegleiter... Müssen nun ihren Weg ohne ihn fortsetzen. An die Auferstehung denkt und glaubt in diesem Moment noch niemand von ihnen. Für sie ist dieser Moment endgültig.
Oben auf einem Berg anzukommen, ist ein gutes Gefühl. Erleichterung macht sich breit. Oft wird man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Viele Menschen legen an Gipfelkreuzen oder markanten Orten
Steine ab, als Symbol für das, was sie
belastet. Nicht umsonst ist der Berg ein beliebtes Bild für das Leben...
Am Sterbebett zu sitzen kann eine tiefe Erfahrung sein. Oft ist es ein Trost zu
wissen, dass die Person von ihrem Leiden erlöst ist. Und doch: Einen Menschen zu verlieren, der einem viel bedeutet, tut weh. Egal auf welche Art jemand stirbt, die
Lücke, die er oder sie hinterlässt, kann keiner schließen. Was trägt, ist die Hoffnung auf ein Wiedersehen, auch wenn sie nur noch ein Funken ist.
Herr Jesus Christus,
du bist den Weg des Todes gegangen.
Ich vertraue dir meine Lieben an, die den Berg des Lebens schon erklommen haben
und in deinem Licht angekommen sind.
Gib mir den Mut, andere auf ihrem letzten Weg zu begleiten.
Lass mich hier ablegen, was mich belastet.
Amen.
Das ist ja spannend...
Zeiler Käppele - Das „fränkische Lourdes“
1727 stiftete Johann Wernhammer auf dem Berg über Zeil eine Maria-Hilf-Kapelle. Auf Initiative des damaligen Stadtpfarrers Karl Link wurde gut 170 Jahre später an dieser Stelle das heutige Käppele errichtet. Es wurde 1954 im Stil der damaligen Zeit umgestaltet. 1997 kam dann eine umfassende Renovierung. Bei dieser wurde behutsam versucht, es so gut wie möglich in seine ursprüngliche Form zurückzubringen.
Ziel von zahlreichen Wallfahrten ist das Gnadenbild, eine ca. 350 Jahre alte Kopie des berühmten Maria-Hilf-Bildes von Lucas Cranach d.Ä. Aus Dankbarkeit, dass Zeil im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 verschont blieb, wurde die lebensgroße Statue der Gottesmutter auf dem Giebelfirst zwischen den Türmen gestiftet. Fünf Jahre später, am Ende des Deutsch-Französischen Kriegs, wurde diese Statue von den dort kämpfenden Zeilern vergoldet, weil sie alle in die Heimat zurückgekehrt waren.
Zudem ist das Käppele in besonderer Weise Gebetsort für geistliche Berufe und Beruf-ungen in jeglicher Form. An jedem ersten Sonntag im Monat wird die Nachmittagsandacht in diesem Anliegen gefeiert.
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